Handgeschmiedete Messer aus Japan

Sich die Frage zu stellen was ist ein handgeschmiedetes Messer und sind handgeschmiedete Messer besser, kann beim Auswahlprozess zur Findung eines neuen Messers durchaus sinnvoll sein. Gerade auch weil handgeschmiedete Messer in der Regel teurer sind und das aufgrund des aufwendigen Herstellungsprozess auch sein müssen.

Ein Messer bezeichnet man als handgeschmiedet, wenn der Großteil bzw. ein signifikanter Anteil des Schmiedeprozess auf manuelle Arbeit des Schmiedes zurückgeht. Manche Schmieden machen alle Schritte vom Stahl bis zum Schleifen selbst, wiederum andere greifen auf Stahlrohlinge zurück und bringen während des weiteren Schmiedeprozess ihre Erfahrung ein.
Am Ende muss das finale Produkt die Bewertungsgrundlage sein und jeder muss für sich selbst entscheiden, ob das handgeschmiedete Messer das Preisschild rechtfertigt.

Handgeschmiedete Messer kaufen – lohnt sich das?

Ein Messer zu schmieden ist nicht einfach und oft hören wir von unseren japanischen Messerschieden wie viele Versuche es benötigt, bis ein Schmiedeprozess funktioniert. Es müssen Faktoren beachtet werden wie Schmiedetemperatur des Stahls, Stahlkombinationen mit Ausdehnungsverhalten, Schmiededauer und vieles mehr.
All diese Faktoren müssen in Einklang gebracht werden, denn nur so kann ein Messer mit außergewöhnlichen Eigenschafen geschaffen werden.
Neben der herausragenden Performance japanischer handgeschmiedeter Klingen sind das Design und die Handwerkskunst wesentliche Argumente für einen Kauf eines Messers dieser Kategorie. Dies hat seinen Preis, jedoch wird man ein solches Kochmesser bei sachgemäßer Pflege ein leben lang nutzen können.

Handgeschmiedete Messer aus Japan

Auf handgeschmiedete japanische Messer spezialisierte Betriebe mit großer Wertschöpfungstiefe sind meist schon sehr lange in diesem Bereich tätig und haben es über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte geschafft mit handgeschmiedeten Kochmessern das wirtschaftliche Überleben zu sichern. Das zeigt, dass es viele Menschen gibt, die diese Produkte wertschätzen und diese Handwerkskunst honorieren.

Ein handgeschmiedetes Messer bietet Präzision, Qualität und Leidenschaft beim Kochen

Die Details welche in Handarbeit von einem Messerschmied bei der Herstellung der Klinge beachtet werden müssen, machen am Ende den Unterschied aus. Messer zu schmieden ist ein sehr altes Handwerk. So wurde bei einigen Schmieden über Generationen gewonnenen Wissen weitergegeben. Gute Messerschmiede fragen sich wohl ständig, wie die Produkte noch besser werden können und welches Unikat die Kunden kaufen würden.

Tradition und große Namen findet man oft in japanischen Schmieden

Hochwertige Kochmesser müssen nicht unbedingt aus japanischer Herstellung kommen, jedoch ist eine Tendenz erkennbar. In und um Sakai, hat sich eine prosperierende Messerindustrie entwickelt. Dort findet man viele Marken wie zum Beispiel Kai Shun. Ist man also auf der Suche nach einer großen Auswahl an Messern welche von Hand geschmiedet werden, sollte man in Japan starten. Egal ob Damaststahl oder dem klassischen Stahl für japanische Messer, hier findet man alles was das Herz begehrt.
Die Qualität einer Klinge erkennt man im Zweifel erst beim Schneiden. Damast Klinge oder Kurouchi Oberfläche sagen erst einmal wenig über das Produkt aus. Das Produkt Küchenmesser lebt von der Haptik und das spürt man, wenn man Fleisch, Fisch oder Gemüse zuschneidet.

Deutsche Kochmesser vs. japanische Kochmesser

Die wenigsten Messer werden heute noch von Hand geschmiedet. Auch die Griffe sind zumeist nicht von Hand bearbeitet sondern sind Massenware. Es ist logisch, dass ein Messerschmied den Output eines Produkt nur in gewissem Maße vergrößern kann und daher muss auf Industrieprodukte aus dem Werk zurückgegriffen werden, für den größten Bedarf der Märkte.
Die wenigsten deutschen Hersteller produzieren noch komplett in Deutschland, sondern importieren Damaststahl Klingen und Griffe aus dem Ausland. Städte wie Solingen sind im Bewusstsein vieler Kunden noch ein Garant für Qualität, jedoch sollte man als Kunde genau hinschauen. Auf der einen Seite werden enorme Stückzahlen produziert, was nur mit simpleren Industrieprozessen zu realisieren ist und gleichzeitig soll das Produkt zu den besten gehören. Hier entstehen also Zielkonflikte.
In Japan gibt es ebenfalls Industriell hergestellte Kochmesser wie z.B. die Produkte der Marke Tojiro. Jedoch sticht in Japan die vergleichsweise hohe Anzahl an Messerschmieden heraus. Dort ist es das Ziel das beste Produkt zu fertigen und das seit zum Teil mehreren Generationen. Das Kochmesser in Japan hat sich mit der Zeit stark entwickelt. Während Gemüse und Fisch in der Vergangenheit den Hauptanteil der Nahrung ausmachten, wurde mit der Zeit Fleisch ebenfalls relevanter. Die japanischen Messerschmieden nehmen solche Trends auf und entwickeln so die Schmiedetradition stetig weiter. Das Gyuto Messer ist hier ein gutes Beispiel.

Machen teure Küchenmesser Sinn? Welcher Preis ist gerechtfertigt?

Kochmesser kann man in die Kategorien hangeschmiedet und industrielle Herstellung teilen. Nun kann man sich fragen, ob ein handgeschmiedetes Produkt wirklich bis zu mehrere hundert Euro wert ist. Klar is, dass ein handgeschmiedetes Messer große Freude bei der Benutzung bereiten kann und gleichzeitig mit seiner traditionellen Optik auch immer ein Blickfang ist.
Ein handgeschmiedetes japanisches Messer kann bei einem Preis von 80€ starten aber auch mehrere hundert Euro Kosten. In der Regel reflektiert der Preis den Arbeitsaufwand des Schmiedes.